25. Mai 2016
Multiple Sklerose kann mit Fatigue, einer ausgeprägten Form der Erschöpfung einhergehen. Forscher untersuchen die Rolle eines Inhaltsstoffes von heißer Schokolade zur Minderung der Fatigue.
 23. Mai 2016
Forscher beschäftigen sich mit der Frage, ob sogenannte Gamma-Herpesviren Multiple Sklerose auslösen können. Es wird vermutet, dass diese Viren die Nervenzellen befallen.
 20. Mai 2016
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 12. Mai 2016
MS kann mit Beschwerden einhergehen, die für andere Menschen nicht immer sofort ersichtlich sind. So kann es zu psychischen Erkrankungen oder auch einer stark ausgeprägten Müdigkeit, der sog. Fatigue kommen.
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Ihr Ratgeber Multiple Sklerose
Multiple Sklerose ist eine neurologische Erkrankung, von der deutschlandweit rund 200.000 Menschen betroffen sind.
Multiple Sklerose

Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose, auch als MS bezeichnet, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die häufig im jungen Erwachsenenalter beginnt. Medizinisch wird Multiple Sklerose auch Enzephalomyelitis disseminata, kurz ED, genannt, was so viel heißt wie: eine verstreut auftretende Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks.

Was passiert bei Multipler Sklerose im Körper?

neurons, transferring pulses and generating information.Das menschliche Gehirn ist hoch komplex, es steuert den gesamten Bewegungsapparat, die Sinneswahrnehmungen und Gefühlswelt des Menschen. Stellt man sich das Gehirn als Computersystem vor, fungieren die Nervenfasern als eine Art Datenautobahn. Sie übermitteln Informationen und Befehle an den gesamten Körper. Die Nerven, bildlich als Kabel anzusehen, sind zur Übermittlung der Daten mit einer Schutzschicht umgeben, ähnlich einer Isolierung. Kommt es zu einer Entzündung im Bereich dieser schützenden Schicht, können die Informationen nicht mehr ohne Verluste übermittelt werden, was zu Fehlinformationen und Störungen führen kann.

Diese Störungen können an vielen Stellen auftreten. Nahezu jedes neurologische Symptom ist als Folge der Multiplen Sklerose theoretisch denkbar und kann sowohl einzeln als auch in Verbindung mit weiteren Symptomen auftreten. Das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose ist deshalb nicht einheitlich und von Patient zu Patient individuell verschieden, was sowohl die Erforschung als auch die Diagnose und Therapie dieser Erkrankung so schwierig macht. Multiple Sklerose wird deshalb auch häufig als „Krankheit mit den 1.000 Gesichtern“ bezeichnet.

Häufigkeit von Multipler Sklerose

Schätzungen zufolge sind weltweit etwa 2,5 Millionen Menschen von Multipler Sklerose betroffen. In Deutschland wird die Zahl der Patienten auf 200.000 geschätzt, wobei der Anteil erkrankter Frauen doppelt so hoch ist wie der von männlichen Patienten. Multiple Sklerose wird meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert, wobei der Erkrankungsgipfel durchschnittlich bei 30 Jahren liegt.

Besonderheit der geografischen Verteilung von MS

Ungewöhnlich ist das Auftreten dieser Krankheit im geografischen Zusammenhang: In den nördlichen und südlichen Breiten der Erde tritt Multiple Sklerose weit häufiger auf als in der Zone rund um den Äquator. Studien haben zudem ergeben, dass Kinder und Jugendliche, die in jungen Jahren mit ihren Eltern auswandern, das Risiko des Ankunftslandes übernehmen. Erwachsene behalten jedoch den Risikofaktor ihres Herkunftslandes.

Diese Regelmäßigkeit lässt Hypothesen auf einen umweltbedingten Zusammenhang zu. Wissenschaftler vermuten, dass das Vitamin D eine Auswirkung auf die Entstehung von Multipler Sklerose haben kann. So tritt die Krankheit in Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung führt zu hoher Vitamin-D-Bildung in der Haut) weitaus seltener auf als in Ländern mit geringer Intensität der Sonneneinstrahlung. Seit einigen Jahren werden entsprechende Studien durchgeführt, die diese Annahme belegen sollen.

Sabrina Mandel

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